Heimatverein Bersenbrück bereitete mit Nistkästen-Aktion die neue Brutsaison vor.

Zu einem wichtigen Aufgabenbereich des Heimatvereins Bersenbrück gehört der Natur- und Umweltschutz. Zahlreiche Projekte vor allem am Heimathaus Feldmühle und dem Feldmühlenteich konnten in den vergangenen Jahren verwirklicht werden. So wurden hier eine Streuobstwiese mit einem Bienenwagen und eine Wildblumenwiese angelegt. Jährlich wird hier der „Baum des Jahres“ gepflanzt, Niströhren für den Eisvogel wurden am Feldmühlenbach und auf der Insel des Feldmühlenteiches installiert, am Heimathaus steht ein Insektenhotel, hier hängt auch ein Fledermauskasten. Leider musste die jährliche Säuberungsaktion coronabedingt verschoben werden. Vor Jahren hat der Heimatverein Nisthöhlen für Höhlen- und Halbhöhlenbrüter sowie den Waldkauz im Wäldchen hinter dem Heimathaus, im Wäldchen am alten Hasearm und auf dem Parkplatz der Berufsbildenden Schulen aufgehängt. Rechtzeitig vor der neuen Brutsaison wurden diese „Eigenheime“ kontrolliert, der stellvertretende Vorsitzende Manfred Kalmlage (unser Foto zeigt ihn bei der Kontrolle des Nistkastens an der Eiche am Heimathaus) und Vorsitzender Franz Buitmann nahmen diese Aufgabe in Angriff. Altes Nistmaterial wurde entfernt, beschädigte Kästen wieder in Schuss gebracht, einige neue Kästen wurden angebracht. Bei der Kontrolle zeigte sich, dass zwar nicht alle Kästen besetzt worden waren, dass aber doch eine recht gute Annahme zu verzeichnen ist. Einige Kästen dienten wohl der Übernachtung oder Überwinterung. Kohl- und Blaumeise waren die häufigsten Benutzer, einige Nester wiesen auf Bachstelze oder Rotkehlchen hin. In einem Kasten des Waldkauzes fand sich neben dem alten Nistmaterial auch eine inzwischen mumifizierte Ratte, wohl ein Beutestück. Nun hofft der Heimatverein, dass auch in diesem Jahr wieder ein guter Bruterfolg zu verzeichnen ist. Das Aufhängen von zwei Schleiereulenkästen soll noch erfolgen.

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Heimatverein Bersenbrück stellte seinen neuen Heimat-Kalender 2021 der Öffentlichkeit vor

Schon vor Wochen gab es erste Anfragen aus der Bersenbrücker Bevölkerung, ob der Heimatverein auch für das kommende Jahr einen Heimat-Kalender herausgeben würde. Nun ist es Gewissheit, der neue Heimat-Kalender 2021, wieder unter dem Motto „Mein Bersenbrück – Gestern und Heute“, ist fertig gestellt und wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Bildkalender kostet nach wie vor zehn Euro und ist in der Buchhandlung Bücherwelt, im Geschäft Kolde-Weissmann und in der Buchhandlung Robert Meyer sowie beim Heimatverein Bersenbrück erhältlich. Neben den historischen und aktuellen Fotos mit Texten ist auch das Jahresprogramm 2021 des Heimatvereins Bersenbrück angegeben.

Bei der Vorstellung betonte Bürgermeister Christian Klütsch, der Heimat-Kalender werde jedes Jahr mit großer Spannung erwartet. Er stelle die Stadt in Vergangenheit und Gegenwart vor, damit sei er auch für spätere Zeiten ein bedeutsames Dokument, der Kalender werde deshalb auch nicht nach Ablauf des Jahres weggeworfen, sondern regelmäßig gesammelt. Die Fotos und Texte zeigten, wie sich die Stadt in den Jahrzehnten verändert habe, etliche auf den Fotos abgebildete Persönlichkeiten gestalteten die Stadt mit. Der Bürgermeister dankte dem Redaktionsteam mit Franz Buitmann, Manfred Kalmlage, Gerd König, Bernhard Mecklenfeld und Hermann Sattinger für die Fleißarbeit, es sei viel Arbeit und Zeit investiert worden, ein Dank gehe auch an die Druckerei Kuper in Alfhausen, die den Kalender pünktlich und in hoher Qualität ablieferte. Dem Heimat-Kalender sei eine große Verbreitung zu wünschen.

 Der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz Buitmann, stellte den Inhalt des neuen Heimat-Kalenders vor. Wie in jedem Jahr habe auch dieses Mal die Redaktion wieder einen „roten Faden“ für die einzelnen Seiten gefunden. Vorgestellt werden in Bild und Wort die regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltungen und Feste in der Stadt. Die Redaktion habe sich dafür entschieden, auf den einzelnen Seiten mehrere Fotos mit Erläuterungen zu platzieren, um die Vielfalt der jeweiligen Veranstaltungen und Feste zu zeigen. Neben dem Archiv des Heimatvereins habe man auch private Archive nutzen können, dafür sei besonderer Dank zu sagen.

Die Titelseite zeigt das Kirmesgeschehen früher und heute, hier wird die Veränderung besonders deutlich. Die einzelnen Kalenderseiten berücksichtigen auch die einzelnen Jahreszeiten, so sind für Januar der Winter und die Sternsinger ein Thema. Im Februar spielt der Karneval eine große Rolle, allerdings ist die Bersenbrücker Karnevalsgesellschaft inzwischen Geschichte. Auch das Zirkusgeschehen des Monats März, früher in Bersenbrück regelmäßig zu finden, ist Vergangenheit. Dafür ist die Kirmes, im Monat April dargestellt, sehr aktuell. Das Aufstellen des Maibaums durch den Heimatverein im April, die Schützenfeste der „Drei Burskupper“ im Juni und des Schützenvereins von 1850 im Juli sind Tradition. Die 800-Jahrfeier Bersenbrücks im nächsten Jahr erwähnt der Monat August. Pfarrfest und Gemeindefest der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde finden sich im Monat September, Automobilausstellung und Kartoffelmarkt sind dem Monat Oktober vorbehalten. Der Volkstrauertag im November und das Nikolaus und Weihnachtsgeschehen im Dezember beschließen die Kalenderseiten.

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Heimatverein Bersenbrück informierte sich auf einer Radwanderung im Naturschutz- und Bildungszentrum Alfsee

Ein halbes Jahr lang konnte der Heimatverein Bersenbrück aufgrund der Corona-Pandemie keine Radwanderungen, die sonst zum festen Jahresprogramm des Vereins gehören, durchführen. Die Corona-Bestimmungen beachtend wurde nun wieder eine Halbtagesfahrt gestartet. Ziel war das vor kurzem eröffnete Naturschutz- und Bildungszentrum Alfsee. Jürgen Christiansen informierte auf einer Führung über die Entstehung der Anlage und die Ausstellung. In der Ausstellung erfuhren die Heimatfreunde aus Bersenbrück, wie der Alfsee entstand und warum er für die Vogelwelt so wichtig ist. Der Bau eines Vogelkörpers, die Bedeutung des Schutz- oder Balzgefieders der Vögel sowie eine große Übersichtstafel mit den am Alfsee vorkommenden Vogelarten begeisterten die Besucher. Ein eindrucksvolles, interaktives Landschaftsmodell zeigt Hochwasserszenarien und Eiszeitverläufe der Region. Im begehbaren „Landegebiet“ der Vögel aktiviert die eigene Fußsohle kurze Videoclips über weitere Ausflugsziele in der Region. In Mediensesseln konnte man mit Blick auf den See entspannen und dem Sagenerzähler lauschen – sogar auf Plattdeutsch. Nach der Führung stärkten sich die Radwanderer im Zentrum der Alfsee-Ferienanlage, ehe es nach Bersenbrück zurückging.

Dass dann wenige Tage später das NBZ einem Feuer zum Opfer fiel, konnte niemand ahnen. Mit vereinten Kräften, so die berechtigte Hoffnung, soll die Einrichtung wieder aufgebaut werden.

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Die Robinie als „Baum des Jahres“ 2020 reiht sich nun in die Reihe der bisherigen Pflanzungen am Feldmühlenteich ein

Vertreter der Stadt Bersenbrück und des Heimatvereins Bersenbrück pflanzten nun am Rande des Feldmühlenteichs die Robinie als „Baum des Jahres“ 2020. Damit reiht sie sich in die bisherigen Pflanzungen ein. Zusammen mit der Streuobstwiese, der Blühwiese und dem Bienenwagen sowie dem Feldmühlenteich selbst bildet das gesamte Areal nun eine auch ökologisch interessante Fläche. Hier will der Heimatverein auch noch weitere Nistgelegenheiten für Vögel anbringen.

Im Beisein einiger Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat und von Vertretern des Heimatvereins wurde nun letzte Hand an die Pflanzung des Baumes gelegt, die Vorbereitungen hatte der Bauhof bereits erledigt. Stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Heimatvereins, Franz Buitmann, bedankte sich dafür, ebenso sagte er Dank der „Stiftung Baum des Jahres“, die jedes Jahr den „Baum des Jahres“ zur Verfügung stellt. Im nächsten Jahr wird es der Ilex oder auch Hülsekrabbe genannt sein.

Die Robinie (Robinia pseudoacacia), auch falsche Akazie genannt, ist mit ihren zarten Fiederblättern und den duftend weißen Schmetterlings-Blüten als Baumart ein schöner Farbtupfer in den Anlagen. Sie kann bis zu 25 Meter hoch und mehr als 100 Jahre alt werden, sie liebt viel Licht, die Blütezeit ist zwischen Mai und Juni, charakteristisch sind auch ihre Dornen. Das Holz ist biegsam und wird im Möbel- und Schiffsbau verwendet. Für Gartenmöbel gilt das witterungsbeständige Holz als gute Alternative zu Tropenhölzern.  Die nahezu unverwüstliche Robinie ist eigentlich hier nicht ursprünglich zu Hause. Sie kommt aus Nordamerika westlich des Mississipi. Ab dem 17. Jahrhundert machte der Baum Karriere und avancierte zu einem beliebten Hingucker in Europas Park- und Gartenanlagen. Die ersten Robinien in Deutschland wurden wohl 1670 im barocken Lustgarten des Berliner Stadtschlosses gepflanzt, in deutschen Wäldern kommt die Baumart bis heute eher selten vor. Da die Baumart eine gute Abwehr gegen Salz und Luftschadstoffe hat, ist sie heute auch als Allee- und Straßenbaum im Kommen. Die Robinie gilt als Meisterin im Besiedeln karger Böden. Bakterien, die an der Wurzel leben, fixieren Stickstoff aus der Luft. Dieser reichert sich dann im Boden an.

Die Blüten der Robinie sind nicht nur bei Bienen beliebt, sie lassen sich auch ähnlich wie Holunderblüten in Limonade oder Gelee verwandeln. Die frische Rinde der jungen Zweige wird auch als Heilmittel verwendet, zum Beispiel bei Hyperazidität (Magenübersäuerung und Migräne).

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Fahrschule Bernhard Albers stiftete dem Heimatverein Bersenbrück Warnwesten für die Sicherheit bei Radwanderungen

Regelmäßig gehören zum Jahresprogramm des Heimatvereins Bersenbrück Radwanderungen in die nähere und weitere Umgebung. In halbtägigen oder auch ganztägigen Touren soll die Heimat dabei näher erkundet werden, natürlich kommt dabei auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Zwar konnten im letzten Halbjahr die Radwanderungen bedingt durch die Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden, aber eine erste Halbtagestour zum Naturschutz- und Bildungszentrum (NBZ) in Rieste am Alfsee konnte stattfinden. Vor der Abfahrt überreichte Fahrschullehrer Bernhard Albers (1. von rechts) Warnwesten zur Sicherheit der Teilnehmer . Der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz Buitmann (1. von links) dankte für die Spende. Da man auf den Radwanderungen auch immer wieder öffentliche und zum Teil verkehrsreiche Straßen benutze, kämen die Westen gerade recht. Sie wurden dann auch gleich übergestreift und bewährten sich hervorragend auf der Halbtagstour.    

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