Jahreshauptversammlung des Heimatvereins

Alois Küthe ist nun Ehrenmitglied im Heimatverein Bersenbrück

Die diesjährige turnusmäßige Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Bersenbrück fand im Heimathaus Feldmühle statt, Vorsitzender Franz Buitmann freute sich über eine trotz weiterer Termine in der Stadt doch recht gute Beteiligung. Neben den Rechenschaftsberichten standen Wahlen und Ehrungen im Mittelpunkt der Versammlung.

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Der Jahresbericht des Vorsitzenden erfolgte wieder unter Veranschaulichung durch zahlreiche Fotos von den Veranstaltungen, Aktionen und Projekten im Berichtszeitraum. In diesem Bericht wurde deutlich, dass der Heimatverein wieder sehr aktiv war. Am Tag nach der letztjährigen Mitgliederversammlung fand die Umweltschutzaktion „Wir reinigen die Stadt von Müll und Unrat“ mit Unterstützung mehrerer Vereine und Gruppen statt. Das Brauchtum wurde mit dem Osterfeuer und dem Aufstellen des Maibaums am Heimathaus Feldmühle gepflegt. Aktiv unterstützt hat der Heimatverein das Treffen „60 Jahre Patenschaft Greifenhagen – Bersenbrück“ im und am Heimathaus. Großen Erfolg zeitigte die Beteiligung am bundesweiten Mühlentag am Pfingstmontag mit der Feldmühle, auch am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ war der Heimatverein dabei. Eigene Wanderungen zu Fuß und mit dem Fahrrad, aber auch die Beteiligung an Angeboten  überregionaler Verbände gehörten zum Programm. Verschiedene Heimatfilme wurden gezeigt, das Projekt Foto-Archiv AG zusammen mit der VHS wurde fortgeführt. Eine mehrtägige Wanderfahrt zusammen mit der Senioren-Union führte in den Thüringer Wald mit Standquartier Suhl. Der Bienenwagen in der Streuobstwiese wurde eingeweiht, die Wildblumenwiese neu eingesät, Nistkästen wurden überprüft, der Baum des Jahres gepflanzt. Die Arbeit an der Gewinnung von Strom mit Hilfe der Wasserkraft ging weiter. Gepflegt wurden die Kulturgüter Volkslied und plattdeutsche Sprache. Das Heimathaus Feldmühle wird zur Vermietung sehr gut nachgefragt. Der Heimatverein ist Mitglied im Niedersächsischen Heimatbund, dem Wiehengebirgsverband Weser-Ems und dem Kreisheimatbund Bersenbrück sowie weiteren überregionalen Verbänden, an deren Veranstaltungen wurde gern teilgenommen. Abschließend bedankte sich der Vorsitzende für die Unterstützung durch die Mitglieder, besonders aber durch den gesamten Vorstand. Das Jahresprogramm 2019 liegt als Faltblatt vor.

Bei den anstehenden Wahlen zum Vorstand standen Alois Küthe und Franz Wellmann nicht mehr zur Verfügung. Unter dem Beifall der Versammlung wurde Alois Küthe zum Ehrenmitglied ernannt. Er hatte maßgeblich an dem Wiederaufbau des Heimathauses Feldmühle mitgewirkt, es mehrere Jahrzehnte als Hausmeister gepflegt und vermietet. Franz Wellmann wurde für seine langjährige Tätigkeit als stellvertretender Geschäftsführer gedankt. Neu in dieser Funktion wurde Christoph Markus gewählt, berufen in den Vorstand wurde weiter Karl Mertens. Als Kassenprüfer schied nach langjähriger Tätigkeit Klaus-Peter Schönauer aus, er erhielt die silberne Ehrennadel des Vereins. Neu als Kasseprüfer wurde Reinhard Schröder gewählt, Brigitte Parske bleibt Kassenprüferin.

Nach den Regularien hielt Bernhard Mecklenfeld unter dem Motto „Bersenbrück im Wandel der Zeit“ einen viel beachteten Bildervortrag. Er hatte Fotos aus vergangener Zeit heutigen Ansichten gegenüber gestellt, ähnlich wie es  beim Heimatkalender des Vereins der Fall ist. Anhand der Fotos konnte man die überaus positive Entwicklung der Stadt nach verfolgen, das Verschwinden gewohnter Ansichten löste aber auch Wehmut aus. Auf jeden Fall ist das gesammelte Material des Vortragenden für später eine wichtige historische Quelle für nachfolgende Generationen, großer Beifall dankte dem Referenten.

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Bersenbrücks Straßen und Plätze wurden von fleißigen Sammlerinnen und Sammlern von Unrat gereinigt

Der Heimatverein Bersenbrück beteiligte sich am bundesweiten Umweltschutztag, an dem Straßen und Plätze von Unrat gereinigt werden sollen. Zusammen mit weiteren Vereinen und Gruppen der Stadt lud der Verein dazu ein, sich an dieser Aktion zu beteiligen. „Wir wollen mit dieser Aktion auch ein Zeichen setzen, nicht unüberlegt Abfälle in die Landschaft zu entsorgen“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz Buitmann, zum Auftakt dieser jährlichen Aktion. Die Einsatzgebiete für die einzelnen Vereine und Gruppen waren dieselben wie im Vorjahr. Jeder Verein und jede Gruppe organisierte die Sammlung eigenständig. Müllsäcke zum Sammeln der Abfallentsorgung des Landkreises Osnabrück, AWIGO, waren im Vorfeld verteilt worden. Trotz des regnerischen Wetters machten sich die Akteure, darunter erfreulicherweise auch viele Kinder und Jugendliche, ausgerüstet mit Warnwesten und Sammelsäcken, mit Feuereifer an die Arbeit. Unglaublich, was achtlose Zeitgenossen so alles entsorgen, obwohl es jede Menge Möglichkeiten gibt, den Abfall umweltgerecht zu beseitigen: Plastikabfälle jeder Art, leere Flaschen aller Größen, eine Autobatterie, alte Autoreifen und Reste von Fahrrädern – kaum eine Abfallart war nicht vertreten. Hier und da gab es regelrechte „Abfall-Nester“, welche Zeitgenossen sich hier wohl regelmäßig treffen? Getrennt nach Abfallart wurden die vollen Säcke und „gesammelten Werke“ zu Containern auf dem Bauhof gebracht, wo sie dann entsorgt werden. Eine positive Erfahrung konnten fast alle Gruppen berichten: Insgesamt ist die Müllmenge doch geringer geworden, vielleicht ein Ergebnis der jährlichen Aktion. Oder sind die Mitmenschen doch umweltbewusster geworden?  Nach der Sammelaktion bot der Heimatverein am Heimathaus Feldmühle allen Helferinnen und Helfern zur Stärkung Getränke und Bratwürstchen an. Ein Dankeschön ging an alle Vereine und Gruppen fürs Mitmachen. Eine nette Geste am Rande: Ein Umschlag mit einer Geldspende dankte den Akteuren für ihren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit.

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Nistkästenreinigung – Heimatverein BSB

Der Heimatverein Bersenbrück engagiert sich auf vielen Gebieten des Umwelt- und Naturschutzes. Davon zeugen Projekte, Aktionen und Anlagen. So hat er vor Jahren eine Reihe von Vogel-Nistkästen am Heimathaus Feldmühle, im Wäldchen hinter dem Heimathaus, auf dem Parkplatz der Berufsbildenden Schulen und im Wäldchen am toten Hasearm aufgehängt. Jeweils im zeitigen Frühjahr werden diese Nisthilfen von Vorstandsmitgliedern gereinigt, damit die neue Brutsaison beginnen kann. So machten sich die Vorstandsmitglieder Manfred Kalmlage und Heinz Drucks zusammen mit dem Vorsitzenden Franz Buitmann, ausgestattet mit Leiter und Werkzeugen, an die Arbeit.

Aufgrund der günstigen Witterung, so hatte man festgestellt, wollen einige Vögel, besonders Meisen, bereits jetzt mit dem Nestbau beginnen, man musste sich also mit der Reinigung beeilen. Bei der Kontrolle der Nistkästen wurde auch versucht, die Vogelart zu bestimmen, die im vergangenen Jahr hier brütete. Dies waren bei den Höhlenbrütern wohl Kohl- und Blaumeisen, die Kästen für die Halbhöhlenbrüter wurden bis auf eine Ausnahme nicht besetzt. Einige Kästen hatten während des Winters als Schlafstätte gedient. In weiteren Fällen hatten Spechte versucht, die Einflugöffnung zu vergrößern, um sich so ein „Eigenheim“ zu verschaffen. Auch Wespen und Hornissen hatten die Gelegenheit genutzt, sich in den Kästen anzusiedeln. Einige Kästen waren heruntergefallen und mussten neu befestigt werden, andere bedurften der Reparatur. Kontrolliert wurden auch die Kästen für den Waldkauz, die aber noch nicht besetzt wurden. Eine überraschende Entdeckung machten die Heimatfreunde bei der Kontrolle am Feldmühlenbach: Halb im Wasser lag ein erschöpfter Sperber, der aus welchen Gründen auch immer hier gelandet war und nicht aus eigenen Kräften das steile Ufer erklimmen konnte. Die Naturfreunde brachten ihn auf eine nahe gelegene Wiese zwecks Erholung.

Zwei große Kästen für Schleiereulen warten noch auf den Einbau. Ob die beiden Niströhren für Eisvögel am Feldmühlenbach und auf der Insel des Feldmühlenteiches angenommen werden, wird sich noch zeigen müssen, genau wie beim Fledermauskasten.

Auf der Streuobstwiese am Feldmühlenteich und bei den Bäumen des Jahres sind die notwendig gewordenen Nachpflanzungen erfolgt, gespannt ist man auf den diesjährigen Wuchs der Wildblumenwiese, auf der auch Blumenzwiebeln gepflanzt wurden, genau wie am Heimathaus. Der Bienenwagen hat die Erläuterungstafeln erhalten, bei der milden Witterung waren die Bienen schon fleißig beim Eintragen vor allem von Blütenpollen. Das „Insektenhotel“ am Heimathaus wartet auf die ersten Gäste.

Der Heimatverein weist auf die Umweltschutzaktion des Vereins zusammen mit anderen Vereinen und Gruppen am 16. März hin, nähere Einzelheiten erfolgen.

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Liederabend MGV BSB

Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“. An diesen bekannten Ausspruch fühlte man sich beim gemeinsamen diesjährigen Liederabend des Männergesangvereins Bersenbrück (MGV) und des Heimatvereins Bersenbrück im Heimathaus Feldmühle erinnert. Der MGV nutzte die Gelegenheit, an diesem Abend einige Ehrungen vorzunehmen.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Franz Buitmann, erinnerte in seiner Begrüßung an die Geschichte des Liederabends. Viele Jahrzehnte gehörte das Sängerfest im Hotel Hengeholt-Heuer – inzwischen ist das Hotel abgerissen -im zeitigen Frühjahr zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Stadt Bersenbrück. Ein voll besetzter Saal, gern gehörte Chorbeiträge und ein geselliges Beisammensein damals des Cäcilia-Kirchenchores, in der Nachfolge des Werkschores Grote & Hartmann, dann des Männergesangvereins Bersenbrück waren an der Tagesordnung. Als diese Veranstaltung dann aufgegeben werden musste, stand man vor der Frage, eventuell eine andere Lösung zu finden, um den Chorgesang weiter pflegen zu können. Nach einigen gemeinsamen Gesprächen entschieden sich MGV und der Heimatverein, im zeitigen Frühjahr im Heimathaus Feldmühle einen Liederabend zu veranstalten. Über diese Entscheidung freuten sich auch Rat und Verwaltung der Stadt Bersenbrück, konnte doch so das Kulturgut Chorlied weiter gepflegt werden. Demzufolge übermittelte Franz Buitmann als stellvertretender Bürgermeister auch für den diesjährigen Liederabend Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Bersenbrück.

Während der Zeit des Sängerfestes und auch anschließend beim Liederabend im Heimathaus gehörte eine stattliche Abordnung aus dem Heimatkreis Greifenhagen/Pommern im Rahmen der Patenschaft zu den Besuchern der Veranstaltung. Altersbedingt konnte nun kein Vertreter des Heimatkreises beim Liederabend dabei sein. Nach einem Telefongespräch mit dem Heimatkreisbearbeiter Günther Drewitz, Lübeck, übermittelte Franz Buitmann dessen Grüße und Wünsche für einen fröhlichen Abend. Dies wurde von den Besuchern mit viel Beifall zur Kenntnis genommen.

Liedervater Werner Hummert dankte dem Heimatverein für die Einladung zum Liederabend, man sei gerne gekommen und freue sich auf ein paar fröhliche Stunden. Abwechselnd wolle man Chorbeiträge und gemeinsames Singen anbieten. Einen besonderen Glückwunsch hatte der Liedervater für ein langjähriges MGV-Mitglied parat, Walter Ramler und seine Ehefrau Annemarie konnten jüngst ihre Eiserne Hochzeit feiern. Eingebunden in den Liederabend waren einige Ehrungen des MGV durch den Liedervater Werner Hummert. Geehrt wurden für 25jährige Vereinsmitgliedschaft mit Urkunde und silberner Ehrennadel Winfried Leidinger (von 2010 bis 2015 erster Notenwart), Hellmut Kröger (von 2002 bis 2016 Festausschussmitglied) und Gundolf Knop (von 2006 bis 2011 Festausschussmitglied). Eine Ehrung für 50jährige Vereinsmitgliedschaft mit Urkunde und goldener Ehrennadel erhielten Reinhard Hollermann (von 2015 bis heute erster Notenwart) und Bernhard Thesing (von 1994 bis 1996 erster Notenwart, von 1996 bis 2001 zweiter Notenwart). Zum Ehrenmitglied mit einer Ehrenurkunde wurde Wilhelm Paulmann (von 1963 bis 1990 erster Notenwart, von 1993 bis 2005 Schriftführer und Chronist, von 2005 bis 2018 Geschäftsführer, von 2015 bis 2018 erster Kassierer) ernannt. Allen Geehrten und Mitgliedern des MGV sagte der Liedervater Dank für die Zeit, Arbeit und Mühen für den Verein. Eingeschlossen seien auch die Ehefrauen und Partnerinnen, die viel Verständnis für die MGV-Chormitglieder aufwenden.

Nach dem Auftakt mit dem „Artländer Sängergruß“ standen nationale und internationale Volkslieder sowie Heimatlieder, sei es als Chorbeitrag oder beim gemeinsamen Singen, unter Leitung des Dirigenten Johann Schaubert im Mittelpunkt des Abends. Natürlich durfte zu Ehren der Greifenhagener Pommern das „Pommernlied“ nicht fehlen, aber auch das „Klönen“ kam nicht zu kurz.

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Wanderer im Heimatverein trotzten Sturm und Wind

Zum Auftakt des neuen Wanderjahres pflegt der Heimatverein Bersenbrück eine kurze Fußwanderung anzubieten. Wurde diese Tour früher als Schneewanderung angekündigt, ist sie inzwischen in Winterwanderung umbenannt worden, gab es doch nur selten den erhofften Schnee. In diesem Jahr allerdings war auch vom Winter keine Spur, stattdessen gab es Sturm und Regen, was aber einige Wetterfeste nicht davon abhielt, trotzdem zu wandern.

„Schließlich“, so Heimatvereins-Vorsitzender Franz Buitmann bei der Begrüßung am Heimathaus Feldmühle, „gibt es für Wanderer kein schlechtes Wetter, sondern höchstens unpassende Kleidung“. Nachdem man für alle Fälle sich mit einem „Aufwärmer“ gestärkt und ihn auch für „Notfälle“ unterwegs eingepackt hatte, machte man sich in bester Stimmung auf den Weg. Es ging durch die Siedlung Hertmann, vorbei am „Königskamp“ weiter in den Stadtteil Hertmann

in Richtung Waldgebiet „Freude“. Unterwegs besuchte man Vorstandsmitglied Ewald Webering, der auch noch eine Stärkung bereit hielt. Nach einer knapp eineinhalbstündigen Wanderung erreichte man wieder das Heimathaus. Hier hatten sich inzwischen weitere Heimatfreunde eingefunden, so dass sich das Heimathaus mit über 30 Besuchern gut füllte. Am flackernden Kamin mundete eine Kaffeetafel mit selbst gebackenem Kuchen den inzwischen wieder trockenen Wanderern und den übrigen Besuchern hervorragend.

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Im Anschluss daran ließ ein Film von Vorstandsmitglied Gerhard König das Bersenbrücker Jubiläumsjahr 1981 Revue passieren. Er hatte die umfangreichen Vorbereitungen, vor allem das Schmücken der Straßen, die große Gewerbeschau und nicht zuletzt den langen Festumzug in Bild und Wort festgehalten. Bei den Zuschauern im Heimathaus kamen die Erinnerungen an dieses große Ereignis, teils auch mit Wehmut über inzwischen Verstorbene, aber auch mit Freude über beeindruckende Bilder zurück. Zudem hatte König auch die damalige Überschwemmung der Hase in weiten Stadtgebieten festgehalten, nach Bau des Alfsees heute kaum noch vorstellbar. Insgesamt, so stellte Vorsitzender Buitmann mit einem großen Dank an den Filmer, fest, sei der Film ein bedeutsames Dokument für spätere Zeiten, er steht digitalisiert auch interessierten Heimatfreunden zur Verfügung. 

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