Offenes Singen des Kreisheimatbundes Bersenbrück fand in diesem Jahr im Museum im Kloster statt

Das offene Singen des Kreisheimatbundes Bersenbrück (KHBB) gehört seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil des Jahresprogramms.

Auf Einladung eines Mitgliedsvereins findet die Veranstaltung an wechselnden Orten des Altkreises Bersenbrück statt. Gastgeber in diesem Jahren waren neben dem Kreisheimatbund Bersenbrück der Heimatverein Bersenbrück.
So konnte Franz Buitmann in Doppelfunktion als Vorsitzender beider Vereine die Gäste willkommen heißen. Trotz hochsommerlicher Temperaturen fanden sich zum diesjährigen offenen Singen rund 50 Sänger*innen im Museum im Kloster ein.

Aufgrund der hohen Temperaturen wurde allerdings nicht wie geplant im Klosterinnenhof gesungen, wo es eine schöne Atmosphäre gewesen wäre, sondern in der kühleren Museumsscheune.

Geleitet wurde das Offene Singen von der Stimmungskanone Matthias Lohbeck am Akkordeon.

Ein Liederheft half den nicht allzu Textkundigen, sich am Singen zu beteiligen.

Es wurden zudem zwischendurch Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten.

In seiner Begrüßung ging der KHBB-Vorsitzende Franz Buitmann auf die Geschichte des Offenen Singens ein.
Das Offene Singen des KHBB hat eine jahrzehntelange Tradition.
Ins Leben gerufen wurde es seinerzeit vom Ehrenmitglied des KHBB, Udo Hafferkamp aus Berge.

Als damaliges Vorstandsmitglied des KHBB brachte er das Offene Singen von einem Ferienaufenthalt auf Langeoog mit.
Hier hatte er das sogenannte „Dünensingen“ auf der Insel miterlebt und viel Gefallen daran gefunden.
Seine Idee war, auch im Gebiet des Kreisheimatbundes Bersenbrück ein solches Angebot zu machen.

Schon im ersten Jahr fand die Veranstaltung großen Zuspruch. Sie fand in der Nähe des Goldhügels in Alfhausen statt. Seitdem wird auf diese Weise das Kulturgut Volkslied gepflegt, so wie es auch in der Satzung des Kreisheimatbundes verankert ist. Weiter erläuterte der Vorsitzende: „Alte deutsche Volkslieder eignen sich hervorragend zum Musizieren und zum Mitsingen für alle Generationen.

Beliebte Themen von Volksliedern sind Natur, Liebe, Heimat, Wandern, Jahreszeiten oder Feste wie Weihnachten. Außerdem gibt es Volkslieder, die als Trinklieder bekannt sind. In der Regel wurden Volkslieder ursprünglich als Gedicht verfasst. Die Melodie wurde meistens erst später komponiert. Zahlreiche deutsche Volkslieder stammen aus der Epoche der Romantik (1795 – 1835).

Ein Merkmal deutscher Volkslieder ist die Schlichtheit. Die Lieder lassen sich einfach mitsingen und die simple Melodie bleibt als ‚Ohrwurm‘ bestehen.

Volkslieder behandeln auch immer einen Teil der Geschichte.

Einige Volkslieder beschäftigen sich auch mit gesellschaftlichen Sorgen und Problemen“.

Dass Volkslieder nach wie vor ihren Stellenwert haben, bewies das kräftige Mitsingen der Gäste.

Manche konnten einige Strophen noch auswendig, so wie sie es in Kindertagen gelernt hatten. Im nächsten Jahr wird die Veranstaltung voraussichtlich vom Heimatverein Nortrup ausgerichtet.

Dank sagte abschließend Franz Buitmann seinen Vorstandskollegen vom Bersenbrücker Heimatverein und vom KHBB für die perfekte Vorbereitung der Veranstaltung.